• Vorausgesetzt werden 3-Zonenschnecken für Plastiziereinheiten beim Thermoplastspritzguss.
  • Als Ausstoßvolumen pro Spritzhub wird das 1,5-fache des rechnerischen Hubvolumens der Schnecke angesetzt. Dieses Hubvolumen ist aus den Maschinendaten für die aktuell eingesetzte Spritzeinheit (ISO) entnehmbar. 
  • Es werden die Zahlenwerte der Zykluszeit und das spezifische Volumen der Schmelze für die Berechnung benötigt. 
  • Für Formmassen mit Zusatzstoffen kann die Dichte der Schmelze berechnet werden. 
  • Für die Berechnung des erforderlichen Schussgewichts sind die Werkzeugfachzahl und die Formteilmasse erforderlich. Dabei ist zu beachten, dass für Familienwerkzeuge (Gruppenwerkzeuge) die jeweils zusammengehörige Formteilgruppe wie ein Formteil berücksichtigt wird. 
  • Fertigungsbedingte Materialverluste und Angussmasseanteile werden überschlägig angerechnet. 
  • Zur Bewertung einer unzulässigen thermischen Materialschädigung ist nach ISO-Empfehlung die Grenze von ca. 6 min zu beachten. 
  • Richtwerte der zulässigen Verweildauer können vom Spritzgussmaschinenhersteller und/oder Formmasselieferanten erfragt werden. 


Nachfolgend einige Beispiele für die zulässige Verweilzeit:


Kunststoff

zulässige Verweilzeit [min]

PP

5...8

PE-HD, PE-LD

5...10

PS, SB

6...8

ABS, SAN

5...8

PC, (PC+ABS)

4...7

PA6, PA66, PA11, PA12

4...6

POM

3...5

PMMA

4...6

PVC, PVC-HI, PVC-P

1...3

PPS

5...10

PEEK

5...10

PBT, PET

5...6

TPE, TPU

4...8


Sofern der Modul im Kontext der Kühl- und Zykluszeitberechnung genutzt wird, werden vorhandene Projektdaten automatisch als Eingaben übernommen.