Ursachen

Einfluss auf die Verarbeitungsschwindung

verringernd

erhöhend

Dichtezunahme infolge thermischer Kontraktion durch Abkühlung von Entformungstemperatur auf Raumtemperatur und der Verdichtung durch Druckeinwirkung


  • hoher wirksamer Druck auf Formmasse und Kontur bis zum Entformen (Nachdruck)
  • geringe Entformungstemperatur (lange Kühlzeit u./o. geringe Konturtemperatur)
  • geringer Wärmeausdehnungs-koeffizient (hartelastische Polymere)
  • geringer bzw. vorzeitig zurück- genommener Nachdruck bis zum Entformen
  • hohe Entformungstemperatur (kurze Kühlzeit u./o. hohe Konturtemperatur)
  • großer Wärmeausdehnungskoeffizient (weich- bzw. gummielastische Polymere)

Dichtezunahme infolge thermodynamisch bedingter Strukturordnungsprozesse (Kristallisation; Gelierung)

  • amorphe Polymere
  • geringer Kristallinitätsgrad teilkristalliner Polymere durch schnelles Erstarren (Unterkühlung infolge geringer Konturtemperatur u./o. dünnwandiger Teile)
  • hoher Geliergrad weichmacherhaltiger Polymere
  • teilkristalline Polymere
  • hoher Kristallinitätsgrad durch langsames Erstarren (hohe Konturtemperatur u./o. dickwandige Teile) sowie durch         verbesserte Keimbildung         (Nukleierungszusätze)
  • geringer Geliergrad weichmacherhaltiger Polymere

Dichtezunahme infolge molekularer Aufbau- und Vernetzungs-prozesse (Härtung; Vulkanisation; Polyreaktion)

  • hoher Vernetzungsgrad  und dadurch geringerer Wärmeausdehnungskoeffizient (lange Härte- bzw. Vulkanisationszeit u./o. hohe Massetemperatur)
  • stofflich weitgehend vorgebildete bzw. vorvernetzte Formmassen (z.B. Prepolymere)
  • geringer Vernetzungsgrad und dadurch höherer Wärmeausdehnungskoeffizient (kurze Härte- bzw. Vulkanisationszeit u./o. geringe Massetemperatur)
  • unvernetzte Vorprodukte (Oligomere) bzw. Monomere als Formmassen

Steifigkeits- bzw. Härteveränderung durch Zusatzstoffe  (z. B. Füll- und Verstärkungsstoffe; Weichmacher)

  • Zusatzstoffe mit geringem  Wärmeausdehnungskoeffizient (z B. anorganische Füll- u. Verstärkungsstoffe)
  • keine bzw. geringe Weichmacherzusätze
  • Zusatzstoffe mit hohem Wärmeausdehnungskoeffizient (z.B. organische Füll- und Verstärkungsstoffe)
  • Weichmacherzusätze