Relative Fließfähigkeit innerhalb eines Formmassesortiments ist die durch rheologische Prüfwerte (z.B. MFR; MVR) abgestufte Fluidität. Thermoplastschmelzen sind strukturviskose und viskoelastische Medien, deren Viskosität (oder Fluidität) neben der Temperatur von der Größe der mechanischen Beanspruchung der Schmelze durch Scherung und Dehnung abhängt. Eine umfassende Beschreibung des Fließverhaltens ist nur durch aufwendige Fließkurven bzw. Viskositätsfunktionen möglich. Zur vereinfachten Charakterisierung des Fließverhaltens werden rheologische Einpunktdaten der Schmelze erstellt, die derzeitig meist als Volumenfließrate (MVR) oder Massefließrate (MFR) nach ISO 1133 gemessen werden. Für jeden Polymertyp sind unterschiedliche Prüfbedingungen vorgeschrieben, so dass ein genereller Vergleich zwischen unterschiedlichen Polymeren nicht möglich ist. Die Formmassehersteller geben aber innerhalb des jeweiligen Typsortiments eine Bewertung des Fließverhaltens an (z.B. leichtfließend, normalfließend, schwerfließend), so dass der Programmanwender ausreichend informiert ist.
Steifigkeit und Härte sind quantifiziert durch den Ursprungs-E-Modul aus den zügigen Normversuchen (Zug, Biegung, Druck) sowie durch die Shoreeindringhärte nach DIN EN ISO 868 (Verfahren A und D) oder durch die Kugeleindruckhärte nach DIN ISO 48 (Internationaler Gummihärtegrad IRHD).