PolCycleTime

PolCycleTime

Kühlzeit-, Zykluszeit- und Konditionierzeit-Berechnung sowie Preis- und Bedarfskalkulationen

Kühl- und Zykluszeit · Kalkulation · Konditionierung

Kosten durch unwirtschaftliches und unsicheres Probieren und Korrigieren unter Produktionsbedingungen lassen sich größtenteils vermeiden. Schon bei ein bis zwei Projekten im Jahr rentiert sich PolCycleTime.

159Polymere
38Zusatzstoffe
26Formteil- und Angussgeometrien
539Spritzgießmaschinen

Gegenstand des Moduls ist die rechnerische Abschätzung der Kühl- und Zykluszeit für den Standardspritzguss von nichtporösen Thermoplasten und thermoplastischen Elastomeren.

Typische Anwendungen

Maschinenvoreinstellung Kostenvorkalkulation Fertigungsdurchlaufplanung Wärmebilanzen Vorgabedaten zur Prozess-Simulation

Haupteigenschaften und -funktionen

  • Ca. 159 Polymere und ca. 38 Zusatzstoffe nutzbar; durch die Kombinationen ist (mindestens) das gesamte Sortiment der in CAMPUS® gelisteten Formmassen nutzbar
  • Nutzung eigener Werkstoffdaten für Polymere und Zusatzstoffe
  • 26 verschiedene Formteil- und Angussgeometrien
  • Ca. 539 Spritzgießmaschinen mit relevanten Daten zur Unterstützung der Zykluszeitfestlegung
  • Verweilzeit- und Schmelzedichte-Berechnung integriert bzw. projektunabhängig nutzbar
  • Übersichtliche Erfassung der Eingaben; Abhängigkeiten werden sofort angezeigt und lokalisiert
  • Ergebnisse werden bei jeder Änderung sofort aktualisiert
  • Grafische Darstellung des Kühlzeitverlaufs pro Geometrie
  • Datenverwaltung als Projektdateien (Speichern, Laden, Bearbeiten, Drucken …), automatische Updates
  • Nutzung auch ohne Internetverbindung
  • optional: ca. 18.593 Handelsprodukte von 32 Herstellern

Begriffe

Kühlzeit
Zeitanteil vom Beginn der Werkzeugfüllung bis zur Entformung des Spritzlings, also die physikalisch wirksame Gesamtzeit der Formmassekühlung im Werkzeug.
Zykluszeit
Kühlzeit zuzüglich Entformungszeit des Spritzlings und Trockenlaufzeit (Totzeit) der Maschine.

Berechnungsgrundlagen

Die Kühlzeitberechnung beruht auf analytischen Lösungen der instationären Wärmeübertragung, die für die konkreten Bedingungen erheblich erweitert und modifiziert wurden. Im Vergleich zu veröffentlichten analytischen Modellen sind hervorzuheben:

  • Hinreichend genaue Berechnung der maßgebenden Stoffkennwerte (spez. Volumen, spez. Wärmekapazität, Wärmeleitzahl, Schmelzwärme) für beliebige Kombinationen aus Polymeren und Zusatzstoffen – einschließlich der in CAMPUS® und der „BIOPOLYMER Database“ gelisteten Formmassen sowie Naturfasern und Gleitzusätzen (z.B. PTFE, PE-UHMW, MoS2, Graphit)
  • Programminterne Festlegung der Entformungstemperaturen nach Formteil- und Angussquerschnitten, Formstoffsteifigkeit, Qualitätsanforderungen, Werkzeugtemperier- und Entformungsbedingungen
  • Berücksichtigung aller wesentlichen Formteil- und Angussgeometrien einschließlich mehrdimensionalem Temperaturausgleich sowie Kühlvorgängen mit sehr geringem Temperaturausgleich (z.B. Zusatzkühlung außerhalb des Werkzeugs)
  • Abführung der Scherwärme aus dem Einspritzvorgang als Kühlzeitanteil
  • Schmelzwärmeabführung teilkristalliner Polymere als gesonderter Kühlzeitanteil unter Berücksichtigung von Unterkühlungseffekten

Die Zuverlässigkeit der Zykluszeitbestimmung ist im Vergleich zu FEM-Software mindestens gleichwertig – bei erheblich geringerem Aufwand. Da bei Variation der Einflussfaktoren die Unterschiede sofort verursachungsgerecht sichtbar werden, bietet das Programm vielfältige Möglichkeiten zur Zykluszeitoptimierung. Für spezielle Verfahrensvarianten des Spritzgießens ist eine sinngemäße Anwendung möglich; zur Zykluszeitminimierung empfiehlt sich meist eine systematische Optimierung unter realen Produktionsbedingungen.

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Systemvoraussetzungen

  • Lauffähig ab Windows 10
  • Administrator-Rechte für Installation und Updates
  • Auch ohne Internet nutzbar – eine Verbindung ist nur für die Aktivierung als Vollversion und die Update-Benachrichtigung nötig

Benutzerhandbuch PDF · 1,3 MB

Derzeit werden 26 Formteil- und Angussgeometrien unterstützt.

Flachring
Flachring
Gekrümmte Platte
Gekrümmte Platte
Hohlkegelstumpf
Hohlkegelstumpf
Hohlkugel
Hohlkugel
Hohlprofile konstanter Wanddicke
Hohlprofile konstanter Wanddicke
Hohlzylinder
Hohlzylinder
Kanalverteiler (Kreis)
Kanalverteiler (Kreis)
Kanalverteiler (Kreissegment)
Kanalverteiler (Kreissegment)
Kanalverteiler (Trapez)
Kanalverteiler (Trapez)
Kanalverteiler (Trapez, kreisförmig)
Kanalverteiler (Trapez, kreisförmig)
Kegel-Stangenverteiler
Kegel-Stangenverteiler
Kegelstumpf
Kegelstumpf
Keil
Keil
Keilstumpf
Keilstumpf
Kübelprisma
Kübelprisma
Kugelähnlicher Vollkörper
Kugelähnlicher Vollkörper
Kugelkalotte
Kugelkalotte
Quader
Quader
Rundeckprisma
Rundeckprisma
Rundring
Rundring
Scheibe
Scheibe
Schirm-, Platten-, Spaltverteiler
Schirm-, Platten-, Spaltverteiler
Segmentprisma
Segmentprisma
Unendliche Platte
Unendliche Platte
Vollkugel
Vollkugel
Zylinder
Zylinder

Durch die Kombination von Polymer und Zusatzstoff ist (mindestens) das gesamte Sortiment der in CAMPUS® gelisteten Formmassen nutzbar. Zudem können eigene Werkstoffdaten verwendet werden.

159 Polymere
Kurzzeichen Beschreibung
(ABS+PA6) Blend aus ABS und PA6
(ABS+PC) Blend aus ABS und PC (überwiegend ABS)
(ABS+PLA) Blend aus ABS und PLA
(AEM-X+TPC-ET) Blend aus vulkanisiertem Acrylatkautschuk und TPC-ET
(ASA+PA6) Blend aus ASA und PA6 (überwiegend ASA)
(ASA+PC) Blend aus ASA und PC (überwiegend ASA)
(ASA+PMMA) Blend aus ASA und PMMA
(PA12/MACMI+PA12) (ISO 1874) Blend aus PA12/MACMI und PA12 einschließlich Schlagzähmodifikation
(PA6-3-T+PA612) Blend aus PA6-3-T und PA612
(PA6+PP) Blend aus PA6 und PP (chemisch gekoppelt)
(PA66+PA6-3-T) Blend aus PA66 und PA6-3-T
(PA66+PA6) Blend aus PA66 und PA6
(PA66+PA6)-HI Schlagzähmodifiziertes Blend aus PA66 und PA6
(PA66+PA6/6T) Blend aus PA6 und PA6/6T
(PA66+PPE) Blend aus PA66 und PPE
(PAMACM12+PA12) (ISO 1874) Blend aus PAMACM12 und PA12
(PBT+ASA) Blend aus PBT und ASA
(PBT+PC)-HI Blend aus PBT und PC (elastomermodifiziert)
(PBT+PET) Blend aus PBT und PET
(PBT+SAN)-HI Blend aus PBT und kautschukmodifiziertem SAN
(PC+ABS) Blend aus PC und ABS (überwiegend PC)
(PC+PBT) Blend aus PC und PBT
(PC+PLA) Blend aus PC und PLA
(PC+SAN)-HI Blend aus PC und kautschukmodifiziertem SAN
(PHB+PHV) bioab: Polyhydroxibutyrat. Auch als Copolyester mit geringen Anteilen Hydroxivalerat
(PLA+PBAT) bioab: Blend aus PLA und PBAT
(PLA+PCL) bioab: Blend aus PLA und PCL
(PLA+PE-HD) Blend aus PLA und PE-HD
(PLA+PHB) bioab: Blend aus PLA und PHB
(PLA+PSAC) bioab: Blend aus PLA und thermoplastischer Stärke
(PMMA+PLA) Blend aus PMMA und PLA
(PPE+SB) Blend aus Polyphenylenether und SB
(PSAC+PBAT) bioab: Blend aus Thermoplastischer Stärke und PBAT
(PSAC+X) bioab: Weichmacherfreie thermoplastische Stärke mit geringen Zusätzen (X)
(PSAC+X)-P bioab: Weichmacherhaltige thermoplastische Stärke mit geringen Zusätzen (X), z.B. Mater-Bi
(SB+PE) Blend aus SB und Polyethylen
(TPC-ET+PBT) Blend aus TPC-ET, PBT und Schlagzähkomponenten
(TPU+ABS) Blend aus TPU und ABS
ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copol.
ASA Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Copol.
CA Celluloseacetat
CAB Celluloseacetobutyrat
COC HDT/B: 130-140°C Cycloolefin-Copol. aus Ethylen und Norbornen
COC HDT/B: 150-170°C Cycloolefin-Copol. aus Ethylen und Norbornen
COC HDT/B: 70-80°C Cycloolefin-Copol. aus Ethylen und Norbornen
CP Cellulosepropionat
ECTFE Ethylen-Chlortrifluorethylen - Copol.
EIM Ionomer-Copol. aus Ethylen-Methacrylsäure
ETFE Ethylen-Tetrafluorethylen - Copol.
EVAC Ethylen-Vinylacetat - Copol.
FEP Perfluorethylen/-propylen - Copol.
LCP-EST Aromat. Copolyester (z.B. Vectra A)
LCP-ESTA Aromat. Copolyesteramid (z.B. Vectra B)
LCP-HT Schmelztemperatur: 315 bis 335°C Hochschmelzende LCP-Typen
LCP-HT Schmelztemperatur: 350 bis 360°C Hochschmelzende LCP-Typen
MABS (MMABS) Methylmethacrylat-Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copol.
MBS Methacrylat-Butadien-Styrol-Copol.
PA1010 Polydecamethylensebacinamid
PA11 Poly-11-aminoundecanamid
PA12 Polylaurinlactam
PA12-HI Schlagzähmodifiziertes PA12
PA12-P PA12 mit Weichmacher
PA12/MACMI (ISO 1874) Teilaromatisches Copolyamid z.B. Grilamid TR55
PA410 Polytetramethylensebacinamid
PA46 Polytetramethylenadipinamid
PA46-HI Schlagzähmodifiziertes PA46
PA6 Polycaprolactam
PA6-3-T Polytrimethylhexamethylenterephthalamid (z.B. Trogamid T)
PA6-HI Trockenschlagzähmodifiziertes PA6
PA6-P PA6 mit Weichmacherzusatz
PA6/66 Copolyamid aus PA6 und PA66 (überwiegend PA6)
PA6/6T Copolyamid aus PA6 und PA6T
PA610 Polyhexamethylensebacinamid
PA610-HI Schlagzähmodifiziertes PA610
PA612 Polyhexamethylendodecanamid
PA612-HI Schlagzähmodifiziertes PA612
PA66 Polyhexamethylenadipinamid
PA66-HI Schlagzähmodifiziertes PA66
PA66/6 Copolyamid aus PA66 und PA6 (überwiegend PA66)
PA66/6-HI Schlagzähmodifiziertes Copolyamid PA66/6
PA6I Polyhexamethylenisophthalamid
PA6I/6T Co-Polyamid aus PA6I und PA6T z.B. Grivori G
PA6T/66 und PA66/6T Copolyamid aus PA6T und PA66
PA6T/6I Copolyamid aus PA6T und PA6I
PAI Polyamidimid (z.B. Torlon)
PAIND/INDT (ISO 1874) Teilaromatisches Copolyamid z.B. Trogamid C
PAMACM12 (ISO 1874) Teilaromatisches Copolyamid z.B. Grilamid TR90
PAMACM12-HI (ISO 1874) Schlagzähmodifiziertes PAMACM12
PAMXD6 Poly-m-xylylenadipinamid (z.B. Ixef)
PB Polybuten-1
PBAT bioab: Copolyester aus Butandiol, Adipinsäure und Terephthalsäure
PBS bioab: Polybutylensuccinat (Polybutylenbernsteinsäureester)
PBSA bioab: Copolyester aus Butandiol, Bernsteinsäure und Adipinsäure
PBT Polybutylenterephthalat
PBT-HI Schlagzähes, elastomermodifiziertes PBT
PC Polycarbonat aus Bisphenol A (BPA)
PC-HI Schlagzähmodifiziertes PC
PC-HT (PEC) VST/B: 155-190°C Copolycarbonat aus den Bisphenolen BPA und TMC (z.B. Apec)
PC-HT (PEC) VST/B: über 190°C Copolycarbonat aus den Bisphenolen BPA und TMC (z.B. Apec)
PCL bioab: Polycaprolacton
PCT Polycyclohexylendimethylenterephthalat
PCTFE Polychlortrifluorethylen
PE-HD Dichte: 0,94g/cm³ Polyethylen hoher Dichte
PE-HD Dichte: 0,95g/cm³ Polyethylen hoher Dichte
PE-HD Dichte: 0,96g/cm³ Polyethylen hoher Dichte
PE-LD Polyethylen geringer Dichte
PE-MD Polyethylen mittlerer Dichte
PEA bioab: Polyesteramid aus Hexandiamin, Butandiol und Adipinsäure (z.B. BAK)
PEEK Polyetheretherketon
PEEKK Polyetheretherketonketon
PEI Polyetherimid (z.B. Ultem)
PEKEKK Polyetherketonetherketonketon
PESU Polyethersulfon
PET Polyethylenterephthalat
PETam. Amorphes Polyethylenterephthalat
PFA Perfluoroxyalkanpolymer
PIB Polyisobutylen
PK Aliphatisches Polyketon (z.B. Carilon)
PLA bioab: Polylactid
PLLA bioab: Polylactid aus L-Milchsäure
PMMA Polymethylmethacrylat
PMMA-HI Mit Acrylelastomer schlagzähmodifiziertes PMMA
PMMI Polymethylmethacrylimid (z.B. Pleximid)
PMP Poly-4-methylpenten-1
POM Polyformaldehyd,Polyoxymethylen (Homo- und Copol.)
POM-HI Schlagzähes, elastomermodifiziertes POM bzw. Zusatz von PE-UHMW
PP Isotaktisches Polypropylen (Homo– und Copolymer)
PP-HI Hochschlagzähes PP
PPE-HT HDT/B: mind. 190°C Schlagzähmodifiziertes PPE hoher Wärmeformbeständigkeit
PPS Polyphenylensulfid
PPS-HI Schlagzähmodifiziertes PPS
PPSU Polyphenylensulfon
PS Polystyrol
PS-SY Syndiotaktisches Polystyrol
PSU Polysulfon
PTT Polytrimethylenterephthalat
PTT-HI Schlagzähmodifiziertes Polytrimethylenterephthalat
PVC-HI Schlagzähes Polyvinylchlorid
PVC-P Polyvinylchlorid mit Weichmacher
PVC-U Polyvinylchlorid ohne Weichmacher
PVDF Polyvinylidenfluorid
SAN Styrol-Acrylnitril-Copol.
SB Styrol-Butadien-Copol.
SB-T Transparentes Styrol-Butadien-Copol.
TPA-ET-PA12 Shore D: bis 35 Polyamid-TPE als Polyetherblockamid aus PA12
TPA-ET-PA12 Shore D: über 35-55 Polyamid-TPE als Polyetherblockamid aus PA12
TPA-ET-PA12 Shore D: über 55-75 Polyamid-TPE als Polyetherblockamid aus PA12
TPA-ET-PA6 Shore D: 40 bis 60 Polyamid-TPE als Polyetherblockamid aus PA6
TPC-ET Shore D: 25-40 Copolyester-TPE aus Butylenterephthalat und Butylenglykolether
TPC-ET Shore D: über 40-55 Copolyester-TPE aus Butylenterephthalat und Butylenglykolether
TPC-ET Shore D: über 55-75 Copolyester-TPE aus Butylenterephthalat und Butylenglykolether
TPO-(EPDM+PP) Olefin-TPE als Blend aus unvernetztem EPDM und PP
TPO-(EVAC+PVDC) Olefin-TPE als Blend aus EVAC und PCDC (z.B. Alcryn)
TPS-SBS Styrol-TPE als Styrol/Butadien/Styrol-Blockcopol.
TPS-SEBS Styrol-TPE als Styrol/Ethylen-Butylen/Styrol-Blockcopol.
TPU Shore A/D: bis 90/bis 40 Urethan-TPE (z.B. Desmopan, Elastollan)
TPU Shore A/D: über 90/über 40 Urethan-TPE (z.B. Desmopan, Elastollan)
TPU Shore D: über 50-75 Urethan-TPE (z.B. Desmopan, Elastollan)
TPV-(EPDM-X+PP) Vulkanisat-TPE als Blend aus vernetztem EPDM und PP

Durch die Kombination von Polymer und Zusatzstoff ist (mindestens) das gesamte Sortiment der in CAMPUS® gelisteten Formmassen nutzbar. Zudem können eigene Werkstoffdaten verwendet werden.

38 Zusatzstoffe
Kurzzeichen Beschreibung
CD Kohlenstoffpulver/Pigmentruß
CD-EL Leitfähigkeitsruß
CF Kohlefaser/Carbonfaser
CGD Graphit
DD Aluminiumtrihydrat (Flammschutzmittel)
ED Kaolin
Fe3O4 Magnetit
GB Mikroglaskugeln (kompakt)
GF Glasfaser
GG Glasfasermahlgut
KD Kreide
LF Cellulosefaser
LPD Lithopone (Bariumsulfat + Zinksulfid)
LSC Cellulose-Flocken/-Schnitzel
MD (Al) Alupulver und Aluschliff
MD (Fe) Eisenpulver
MD (Pb) Bleipulver
MD(Cu) Kupferpulver
MgCO3 Magnesit
MgO Magnesiumoxid
MoS2 Molybdändisulfid
MX Mineral (sonstige)
NF Naturfaser (Flachs, Hanf, Jute, Sisal, Baumwolle u.a.)
NX Unspezifizierte organische Naturstoffe
PD Glimmer
PE-UHMW Ultrahochmolekulares PE (Gleitzusatz)
PTFE Polytetrafluorethylen
QD Quarz- und Gesteinsmehl
RF Aramidfaser
SID Hochdisperse Kieselsäure (z.B. Aerosil)
SSD Schwerspat (Bariumsulfat)
TD Talkum
TID Titanweiß (Anatas, Rutil)
WD Holzmehl, Lignin
WOF Wollastonit (Asbestersatz)
ZnCO3 Zinkspat (Smithsonit)
ZOD Zinkoxid
ZRD Zirkonsilikat

Da ca. 80 % des Kostenvolumens im Lebenszyklus eines Erzeugnisses in der Konstruktions- und Entwicklungsphase festgelegt werden, ist es sinnvoll, das Kostenmanagement konstruktions- und entwicklungsbegleitend zu betreiben.

Überschlägige Berechnung für Spritzgieß- und Pressteile aus Kunststoff

Stückkosten Werkzeugbedarf Maschinenauslastung Maschinenstundensatz Wirtschaftliche Losgrößen Optimale Fachzahl

Berechnungen

  • Abschätzung der Werkzeug-Verschleißstandzahl über Einflussfaktoren wie Fertigungsverfahren, Werkzeugaufbau, mechanische Beanspruchung, Verschleißwiderstand und Oberflächen der Konturteile, Toleranzanforderungen und Abrasion der Polymerschmelze
  • Maschinenstundensätze für Spritzgießmaschinen und Pressen
  • Vergleichsstückkosten aus Material-, Fertigungs-, Werkzeug-, Ausschuss- und Qualitätssicherungskosten
  • Optimale Fachzahl aus verschleißbedingter, fertigungsbedingter und wirtschaftlicher Fachzahl
  • Werkzeugbedarf, Maschinenbelegungszeiten und wirtschaftliche (gewinnoptimale) Losgröße

Varianten und Bedienung

  • Bis zu 10 Varianten pro Projekt, übersichtlich nebeneinander und einfach vergleichbar
  • Varianten jederzeit duplizieren und farblich unterscheiden
  • Berechnete Orientierungswerte übernehmen oder eigene Erfahrungswerte nutzen
  • Kompakte Ergebnisübersicht und grafische Stückkostenverteilung pro Variante
  • Alle Eingaben, Entscheidungen und Ergebnisse pro Variante drucken; Projekte als Dateien verwalten

Weitere fachliche Details im Buch „Entwicklung und Konstruktion von Kunststoffteilen“.

Die Wasseraufnahme von Kunststoffen beeinflusst anwendungsbestimmende Eigenschaften. Mit steigendem Wassergehalt:

  • vergrößern sich die dielektrischen Verluste
  • verringern sich Steifigkeit und Härte
  • vergrößert sich die Zähigkeit (Stoß- und Schlagzähigkeit, Reißdehnung)
  • nehmen Maßänderungen durch Quellung bzw. Austrocknung zu

Die maximale Wasseraufnahme bis zur Sättigung ist sehr unterschiedlich: Für unpolare Kunststoffe (z.B. Polyolefine) ist sie oft vernachlässigbar, für hydrophile (polare) Kunststoffe (z.B. Polyamide) muss sie berücksichtigt werden. Um eine geforderte Wasserkonzentration einzubringen, werden solche Teile durch Konditionierung nachbehandelt.

Diffusionsvorgänge verlaufen in kompakten Feststoffen sehr viel langsamer als Wärmeleitung; die Konditionierzeiten wachsen quadratisch mit der Querschnittsdicke. Um sie kurz zu halten, wird in temperaturgeregelten Warmwasserbädern (40–90 °C) oder Sattdampfdruckanlagen (über 100 °C) konditioniert – abgestimmt auf die thermische Stabilität des Kunststoffs. Je nach Zusatzstoffen und Stoffstruktur können kurze Konditionierprozesse Verfärbungen, Beläge, Verzug oder Risse verursachen; schonender ist warmfeuchtes Klima in Klimaanlagen.

Berechnungskonzept

Die instationäre Stoffübertragung durch Wasserdampfdiffusion wird mit demselben mathematischen Formalismus beschrieben wie die instationäre Wärmeleitung: Konzentrationsfelder werden wie Temperaturfelder berechnet, wobei die Temperaturleitzahl durch den Diffusionskoeffizienten ersetzt wird. An der Teileoberfläche wird eine gesättigte Wasserdampfschicht vorausgesetzt. Die Berechnung setzt diffusionsbestimmten Stofftransport voraus; kapillare Transportvorgänge infolge Porosität sind nicht berücksichtigt. Kunststoffe mit sehr hohen Anteilen fester Zusatzstoffe (z.B. über 50 Vol.-%) erfüllen diese Bedingung u.U. nicht.

Hauptfunktionen

  • Untersuchung einzelner Formteilgeometrien und Bestimmung der Konditionierzeit der bestimmenden Geometrie
  • Werkstoffdaten für ungefüllte/unverstärkte Kunststoffe; Nutzung und Verwaltung eigener Werkstoffdaten
  • Wassergehalt aus den Klimabedingungen der Anwendung (Raum- und Freiluftklima)
  • 20 Formteilgeometrien
  • Grafischer Konditionierzeitverlauf pro Geometrie für Konditioniertemperatur und Anfangswassergehalt
  • Projektverwaltung als Dateien, Drucken / Druckvorschau

Derzeit werden 20 Formteilgeometrien unterstützt.

Flachring
Flachring
Gekrümmte Platte
Gekrümmte Platte
Hohlkegelstumpf
Hohlkegelstumpf
Hohlkugel
Hohlkugel
Hohlprofile konstanter Wanddicke
Hohlprofile konstanter Wanddicke
Hohlzylinder
Hohlzylinder
Kegelstumpf
Kegelstumpf
Keil
Keil
Keilstumpf
Keilstumpf
Kübelprisma
Kübelprisma
Kugelähnlicher Vollkörper
Kugelähnlicher Vollkörper
Kugelkalotte
Kugelkalotte
Quader
Quader
Rundeckprisma
Rundeckprisma
Rundring
Rundring
Scheibe
Scheibe
Segmentprisma
Segmentprisma
Unendliche Platte
Unendliche Platte
Vollkugel
Vollkugel
Zylinder
Zylinder

Das Software-Modul „Handelsprodukte“ ist optional und enthält eine Datenbank mit den wichtigsten Kunststoff-Handelsproduktdaten mehrerer Hersteller. Die Datenbank ist auch als eigenständige Software PolPlastics erhältlich.

Formmassen folgender Hersteller sind enthalten

A. Schulman ALBIS ARKEMA Asahi Ascend BASF BASF PU Celanese Covestro DOMO Chemicals DSM DuPont EMS-GRIVORY Envalior Evonik Industries AG Evonik Operations GmbH Hexion INEOS Styrolution Kuraray LANXESS LyondellBasell Mitsubishi Chemical Group Mitsubishi EP Mitsui Europe MOCOM PolyOne RadiciGroup RadiciPlastics Röhm SABIC Solvay Engineering Plastics Versalis

Enthaltene Handelsprodukte

Die wichtigsten Werkstoffdaten folgender Formmassen sind enthalten:

Handelsname Hersteller Polymer-Familie

Die Editionen unterscheiden sich im Wesentlichen in der Anzahl der nutzbaren Polymere, Zusatzstoffe, Geometrien und Handelsprodukte. Im Modul Preis- und Bedarfskalkulation akzeptiert die DEMO-Version nur bestimmte Eingaben.

DEMO-Version Vollversion Vollversion + Handelsprodukte-DB
kostenlos nutzbarjaneinnein
Registrierung erforderlichneinjaja
Kühl-/Zykluszeitnutzbare Polymere (ca. 160)ca. 5 %allealle
Kühl-/Zykluszeitnutzbare Zusatzstoffe (ca. 40)ca. 10 %allealle
Kühl-/Zykluszeitnutzbare Geometrien (26)Zylinder, Hohlkugel, Keil, Kanalverteiler (Trapez)allealle
KalkulationFertigungsverfahrennur Spritzgießen, Spritzprägen und Spritzpressen von Duroplast-Formmassenallealle
KalkulationFertigungstoleranzennur Genaufertigungallealle
KalkulationKonturoberflächen-Beschaffenheitnur technisch rau und glänzendallealle
KalkulationZykluszeitnur 24…48 skeine Einschränkungenkeine Einschränkungen
KalkulationMaterialverrechnungspreisnur 1,5…1,8 €/kgkeine Einschränkungenkeine Einschränkungen
KalkulationFertigteilmassenur 40…100 gkeine Einschränkungenkeine Einschränkungen
Konditionierungnutzbare Geometrien (20)Zylinder und Hohlkugelallealle
Konditionierungmittlerer Wassergehaltnur 0…2,9 %keine Einschränkungenkeine Einschränkungen
nutzbare Handelsprodukte (ca. 18.593)ca. 5 %ca. 5 %alle

Systemvoraussetzungen siehe „Jetzt ausprobieren“ im Reiter Kühl- und Zykluszeit.